CSU Neuried untersucht Wege, den Standort zu stärken - Biotech bietet mittelfristig Perspektiven für Neuried

Eine der besten Zukunftsperspektiven für Deutschland bietet die Biotechnologie mit der Forschung, Entwicklung und Fertigung von innovativen medizinischen Lösungen. „Gerade die Nachbarschaft zum Biotech-Standort Martinsried macht es für Neuried wichtig, die grundsätzliche Entwicklung, aber auch die Schaffung von innovativen Produkten durch leistungsfähige Unternehmen und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen“ erklärte Ben Wegscheider, Bürgermeisterkandidat und Vorsitzender der CSU Neuried, zur Eröffnung einer Abendveranstaltung, die sich mit der Bedeutung der Schlüsseltechnologie für Neuried auseinandersetzte. Basis der Diskussionen war eine kurze Vorstellung des Startup-Unternehmen Eisbach Bio, dessen CEO und Gründer Dr. Adrian Schomburg die Bedeutung der Biotechnologie und auch des Standortes Martinsried vorstellte. „Eisbach Bio zielt darauf ab, bahnbrechende Therapeutika zur Behandlung von nicht heilbarem Krebs herzustellen. Wir nutzen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, um wirksame Medikamente zu entwickeln, die das Leben vieler Patienten verbessern werden“, informierte Schomburg.

 

Die CSU Neuried befasst sich mit der Frage, wie die Nachbarschaft zum weltweit bekannten Biotech-Cluster Martinsried für die Gemeinde genutzt werden kann, beispielsweise durch Unternehmen, die sich in Neuried ansiedeln, oder Mitarbeiter aus den in unmittelbarer Nachbarschaft arbeitenden Firmen.

 

Einen Einblick in die aktuelle Situation der Biotech-Branche und deren Perspektiven gab Dr. Adrian Schomburg, der 2019 Mitgründer der Eisbach Bio GmbH wurde. „Eisbach Bio hat den Weg entwickelt, mithilfe seiner epigenetischen Schlüsseltechnologien bestimmte Tumore direkt zu bekämpfen. Basierend auf unseren einzigartigen Screening- und Zellplattformtechnologien entwickeln wir neue, erstklassige Medikamente, die störende Veränderungen im Tumor korrigieren. Wir können dies auf eine äußerst spezifische Weise tun, die gesunde Zellen schont“, beschrieb er die Arbeit seines Unternehmens. „Mit zwölf Mitarbeitern sind wir ein übersichtliches, mutiges und starkes Team, dessen Mission es ist, das Leben von Krebspatienten zu verändern und einen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zu leisten“.

 

Nach der Unternehmensvorstellung gab es einen intensiven Dialog mit den Teilnehmern der CSU-Veranstaltung zur Frage, wie weit Neuried an der weltweiten Bedeutung und der Innovationskraft des Biotech-Clusters Martinsried teilhaben könnte. Schomburg unterstrich, dass es für die Arbeit seines Teams und kleiner, auf Forschung und Entwicklung ausgerichtete Unternehmen wichtig sei, eine perfekte Umgebung zu finden. Diese beginne bei der Ausstattung der Forschungslabore und Gebäude, die Nähe zu anderen innovativen Unternehmen und ende mit der Einbindung in die wissenschaftliche Gemeinschaft der Münchner Universitäten. Dabei war seine Einschätzung, dass nicht nur Martinsried, sondern auch die Nachbarbereiche von dem starken Bedarf profitieren können, die Infrastruktur-Voraussetzungen für die Arbeit von Biotech-Unternehmen zu schaffen. Dazu sei es auch wichtig, dass die Mitarbeiter der von internationaler Arbeit geprägten Biotech-Unternehmen gute Lebensbedingungen für ihre Familie finden.

 

Deshalb konnte Ben Wegscheider, CSU-Vorsitzende und Bürgermeisterkandidat, eine klare Bilanz der Abendveranstaltung und der intensiven Diskussion zum Thema Biotechnologie ziehen: „Wir müssen in einem intensiven Austausch mit unseren Nachbargemeinden Martinsried und Planegg stehen, um die Entwicklung der Biotechnologiebranche dort zu kennen, zu verfolgen und die Bedürfnisse der Unternehmen verstehen. Wenn wir aktive Wirtschaftspolitik durch engen Kontakt zu den Unternehmen in diesem Cluster betreiben, werden sich Perspektiven für die Wirtschaftskraft Neurieds entwickeln. Dazu sind wir als familienfreundliche Gemeinde mit vorbildlichen Kinderbetreuungseinrichtungen auch attraktiv, um aus dem Bereich der Biotechnologie neue Mitbürgerinnen und Mitbürger für unsere Gemeinde zu gewinnen.“