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Geschichte


Die Geschichte der CSU Neuried

Vor mehr als 67 Jahren, im Herbst des Jahres 1945, fanden sich nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches in Bayern Menschen zusammen, um das politische Schicksal in die Hand zu nehmen und aus dem christlich motivierten Widerstand eine neue christliche Volkspartei zu gründen. Nach einigen Vorbereitungstreffen wird am 11. Oktober 1945 die CSU in München von etwa 100 Personen im Rathaus formell gegründet und von der amerikanischen Militärregierung am 5. Dezember 1945 genehmigt.

Anders als in anderen Gemeinden, in denen sich im Jahr 1946 und in den späteren Jahren viele Ortsverbände gründen, gibt es in Neuried zunächst über Jahre keinen eigenen CSU-Ortsverband. Die Neurieder CSU-Mitglieder waren bis dahin im Ortsverband Forstenried organisiert. Hintergrund hierfür war, dass es in Neuried noch bis ins Jahr 1966 üblich war, bei Gemeinderatswahlen nur eine Liste zu erstellen, die "Neurieder Wählergemeinschaft", auf der Kandidaten aller politischen Gruppierungen in Neuried vertreten waren. Dies änderte sich aber vor der Kommunalwahl 1966, als die SPD kurzfristig ihre Kandidaten von der gemeinsamen Liste zurückzog und diese auf einem eigenen Wahlvorschlag zur Wahl antraten. Von diesem Anlass angestachelt beschlossen nun die Neurieder CSU-Mitglieder auch einen eigenen CSU-Ortsverband in Neuried zu gründen. Nach ersten Gesprächen im Jahr 1967 wurde im Februar 1968 im Gasthaus Lorber unser Ortsverband, die CSU Neuried, gegründet.

Getreu dem CSU-Motto "Näher am Menschen" kann eine politische Partei nur erfolgreich sein, wenn sie bei der Bevölkerung auf Resonanz stößt. Deshalb stand und steht bei der Neurieder CSU in all den Jahren stets die Bürgernähe und regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zum Wohle unserer Bürger im Vordergrund. Dabei hilft uns unsere regelmäßig erscheindende Informationszeitschrift "Der Neurieder" ebenso, wie eine Vielzahl von politischen und gesellschaftlichen Veranstaltungen, mit denen wir den Kontakt zu unserer Bevölkerung herstellen und pflegen. Besonders erwähnt ist hierbei die Rede unseres Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber anlässlich der 800-Jahr-Feier der Gemeinde Neuried im Jahre 1994 sowie die Besuche zahlreicher Minister, Staatssekretäre und Abgeordneter in Neuried. Bürgernähe beweisen wir auch durch unsere beliebten Veranstaltungen wie das Johannisfeuer, das Schafkopfrennen oder den alljährlichen Jahresempfang.

Fast vier Jahrzehnte CSU in Neuried bedeutet neben zahlreichen engagierten Mitgliedern natürlich auch politische Arbeit durch unsere Mandatsträger und Vertreter im Neurieder Gemeinderat zum Wohle unserer Gemeinde. So stellte die CSU Neuried zwischen 1978 und 1990 mit Ladislaus Wolowicz den Bürgermeister und war in dieser Zeit (bis ins Jahr 1996) jeweils auch die stärkste Fraktion im Neurieder Gemeinderat.

Nach zwölf Jahren SPD-Bürgermeister stellt die Neurieder CSU seit Mai 2002 wieder den Bürgermeister. Mit Ilse Weiß ist dabei erstmals in der Geschichte unserer Gemeinde eine Frau in dieses Amt gewählt worden. Im März 2008 wurde Ilse Weiß mit überwältigender Mehrheit von den Neurieder Bürgern im Amt bestätigt. Auch die Arbeit des Ortsverbandes bzw. der CSU-Fraktion wurde von den Wählern gewürdigt und mit 2 zusätzlichen Sitzen im Gemeinderat belohnt. Die CSU ist mit jetzt zehn Mitgliedern im Neurieder Gemeinderat weiterhin als stärkste Fraktion vertreten.

Neben dem großartigen Ergebnis bei den Kommunalwahlen war das Jahr 2008 für unseren Ortsverband in vieler Hinsicht sehr erfolgreich. Bei den Ladtagswahlen gab es einen "Doppelerfolg": Unsere Bürgermeisterin Ilse Weiß wurde auch in den Bezirkstag gewählt und Kerstin Schreyer-Stäblein konnte als Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis München Land Süd in den Landtag einziehen. Im Oktober 2008 wurde mit unserem langjährigen Gemeinderat, ehemaligen Bundestagsabgeordneten und früheren Staatssekretär Georg Fahrenschon erstmals ein Neurieder als Finanzminister in die bayrische Staatsregierung berufen.