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Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zum Brexit: Reformbedarf

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bedauert die Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union. Aigner: „Die Entscheidung für den Brexit ist politisch bedauerlich und wird wirtschaftlich nicht ohne Folgen bleiben, vor allem für die Briten selber.“

Auch für die bayerische Wirtschaft sieht die Ministerin Auswirkungen, zugleich unterstreicht Aigner jedoch: „Die bayerische Wirtschaft ist weltweit erfolgreich.“ 2015 lagen die Exporte Bayerns nach Großbritannien bei 15,5 Milliarden Euro. Das sind 8,7 Prozent der Gesamtausfuhren des Freistaates.

Wichtig sei es, angesichts der industriellen Verflechtung jetzt schnell Klarheit über die Zukunft der Außenhandelsbeziehungen zu schaffen“, so Aigner: „Wir müssen die bestehenden Handelsbeziehungen mit Großbritannien rasch auf eine vernünftige neue Grundlage stellen. Die bayerische Wirtschaft braucht Planungssicherheit“, sagt die Ministerin. „Es darf keine langwierigen Verhandlungen geben.“

Aigner weiter: „Spätestens jetzt ist der Reformbedarf der EU sichtbar. Europa muss dem Bürger einleuchten. Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in die politische Notwendigkeit der Europäischen Union, damit das Referendum in Großbritannien kein Präzedenzfall für weitere Austrittsgesuche wird.“